1. Searching

Schon der Trailer hat mich sehr neugierig gemacht. Er vermittelt ein sehr beklemmendes Gefühl, sieht gleichzeitig nach sehr viel Spannung aus und macht Lust auf mehr. Blieb nur die Frage, ob der Film diesen Eindruck bestätigt, denn solche Trailer versprechen oft mehr als sie halten können. Doch tatsächlich war der Film ein sehr spannender und mitreißender Thriller mit Elementen vom Drama. Außerdem gehört er einem weiteren noch sehr frischem Genre an, ich nenne es „Desktop-Film„.

Das komplette Geschehen wird nämlich nur aus Perspektive von Computern und Kameras beobachtet. Wir sehen Videochats, Nachrichten aus Messengers, Facebook-Profile etc. Produzent ist Timur Bekmambetov, der auch den früheren Desktop-Film „Unknown User“ produzierte. Man kann wirklich sagen, dass er aus den Fehlern des ersten Films (verschenktes Potential und irgendwie langweilig) gelernt hat. Auch wenn die Kerngeschichte selbst vielleicht für sich allein nicht die originellste ist, die Inszenierung ist es sehr wohl. Der Star der ganzen Show war natürlich John Cho, der eine wirklich überzeugende Darbietung von Schauspielkunst präsentiert hat, auch wenn der Maskenbildner ins Klo gegriffen hat. Einfach nur drei Stirnfalten machen noch keinen alten John Cho!).

2. Die Unglaublichen 2

Muss ich zu diesem seit Jahren heiß erwarteten Film eigentlich viel sagen? Schon der erste Teil hat mich damals als Kind (ich war schon ganz erwachsene neun Jahre alt) total begeistert und sein Ende versprach mir einen Teil 2. Nun, diesen bekam ich jetzt schlussendlich auch – ganze 14 Jahre Warterei später. Also nehme ich meinen kleinen Bruder mit, der zu Zeiten des ersten Films nicht mal in Planung war, und wir gehen total gespannt und voller Vorfreude (okay, ich gebe zu, dass ich gespannter war als mein Bruder) in diesen Film.

Das Warten hat sich gelohnt, denn der Film hat Witz, Charme und Actionszenen, die auch einen Erwachsenen um 20.15 auf Pro7 unterhalten könnten. Auch wenn ich schon eine sehr starke Ahnung hatte, wer der Bösewicht war, mag ich die Story, da sie auch auf der Metaebene viel hergibt und hier und da kleine Easter Eggs zu finden sind. Und ganz ehrlich – nur ein wirklich, wirklich herzloser Mensch findet es nicht witzig und gleichzeitig so niedlich, wenn Baby Jack-Jack mit seiner Windeltüte – sorry, ich meinte natürlich Wundertüte – an Fähigkeiten einmal loslegt. Ach ja – auch mein Bruder fand den Film super.

3. Predator – Upgrade

Blutig… das beschreibt diesen Film vielleicht am besten. Ok, und ziemlich lustig war er auch. Eine Story mit Tiefgang darf man hier nicht erwarten, aber wer erwartet denn Tiefgang bei einem Predator-Film? Nein, bei diesen Filmen geht es um viel Action, viele Machos, viele One-Liner und viel Blut. Weshalb setze ich also den Predator mit dem Upgrade auf den dritten Platz? Ganz einfach: Es ist eben gut inszenierte Action. Die (im wörtlichen Sinne durchgeknallten) Machos wachsen einem irgendwie ans Herz. Die One-Liner sitzen, meistens jedenfalls.
Es ist definitiv ein Film für Erwachsene, so wie hier Gedärme und Köpfe rumfliegen, aber ein Predator-Film ohne brutale Szenen?Nein, nein und nein, Disney hat immerhin noch nicht ganz Hollywood in seiner Hand. Ab und zu muss es eben auch mal ein Film sein, der nicht so glatt gebügelt ist, sodass er gerade noch so FSK 12 erreicht. Außerdem ist mein Lieblings-Kinder-Schauspieler mit an Board: Jacob Tremblay. Meiner Meinung nach kam er sogar zu kurz. Dieser Junge ist wie geschaffen für Hollywood (Beispiele: Before I Wake, Shut In).

Alles in allem kann man sagen, dass das ein Film ist, der einen gut unterhält, bei dem man nicht groß nachdenken muss und der einem schon auf der Rolltreppe nach unten – auf gut Deutsch – am Arsch vorbeigeht (ähm, auf eine positive Art und Weise natürlich).

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